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Sachbezug wesentlich beteiligter Gesellschafter-Geschäftsführer

Mai 2018
Kategorien: Klienten-Info

Das BMF hat nun im Verordnungswege die Bewertung der KfZ-Bezüge für Privatfahrten von wesentlich beteiligten Gesellschafter-Geschäftsführer (GS-GF)  geregelt. Darin wird ausgeführt, dass entweder die Möglichkeit der Bewertung nach  § 4 der Sachbezugswerte-VO anzuwenden ist, oder die tatsächlichen, auf die private Nutzung entfallenden KfZ-Aufwendungen und unter Nachweis eines Fahrtenbuches (= Privatanteil) anzusetzen sind.

Die Verordnung ist erstmalig auf die Veranlagung 2018 anzuwenden.

Die neue Verordnung wirft die Frage auf, ob sie auch für die Lohnnebenkosten anzuwenden ist, da der § 41 Abs 3 FLAG als Bemessungsgrundlage für den DB bei wesentlich beteiligten GS-GF Einkünfte aus "Gehälter und sonstige Vergütungen jeder Art im Sinne des § 22 Z 2 EStG 1988" definiert, was exakt der Definition des § 22 Z2 TS 2 EStG 1988 entspricht.

Derzeit berufen sich Prüfer offenbar auf die Anweisung aus dem Fachbereich, dass weiterhin nach den Regelungen der KommSt–Info (Rz 79) vorzugehen ist und der Sachbezug in Anlehnung an die Sachbezugswerte-VO oder die gesamten tatsächlichen Kosten anzusetzen ist und die Verordnung nur für die Einkommensteuer gilt.